Jöran Muuß-Merholz, Agentur „J&K – Jöran und Konsorten“, Hamburg

Immer mehr Bereiche in Bildungs- und Arbeitswelt entwickeln sich mit rasantem Tempo und in unvorhersagbare Richtungen. Für diese Bereiche funktionieren traditionelle Modelle der Fortbildung nicht mehr, bei denen zuerst Bedarf und Antworten klar definiert und dann von Organisationen und Lehrenden „ausgerollt“ werden müssen. Stattdessen braucht es Formate, in denen Praktiker*innen miteinander und voneinander lernen, ihre Erfahrungen untereinander teilen und ein Stück weit auch miteinander mehr über ihre Arbeit herausfinden. Wir nennen solche Formate Peer-to-Peer- oder P2P-Lernen, weil die klassische Trennung von Lehrenden und Lernenden aufgegeben wird und jede*r für bestimmte Aspekte gleichzeitig lernend und lehrend aktiv sein kann.
Ein Format, das sich derzeit schnell verbreitet, sind Barcamps, bei denen die Beteiligten ein Workshop-Programm aus ihren eigenen Reihen und ad hoc gestalten. Anderen Formen findet man in Bildungseinrichtungen und Unternehmen, bei Hackern und Lehrern, im 18. Jahrhundert und täglich neu auf Twitter.
Der Workshop stellt einige dieser Formate vor. Die Teilnehmenden können in einem quick-and-dirty-Verfahren skizzieren, für welche Situationen solche Formate für sie selbst relevant sein können.

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Jöran Muuß-Merholz
ist Diplom-Pädagoge und Inhaber der Agentur „J&K – Jöran und Konsorten“ in Hamburg
Er arbeitet an den Schnittstellen zwischen Bildung & Lernen und Medien & Kommunikation. Insbesondere berät er Bildungseinrichtungen hinsichtlich der Frage, wie sie digitale Medien sinnvoll in ihrer Arbeit einsetzen können.
Neben den beratenden und konzeptionellen Arbeiten der Agentur schreibt Jöran Muuß-Merholz für Fach- und Massenmedien, print und online. Weitere Informationen unter www.joeran.de