Am Nachmittag bestand für alle Teilnehmenden der Landestagung die Möglichkeit, einen Workshop ihrer Wahl zu besuchen.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die sich für den Workshop von Frau Sahar El-Qasem entschieden, erlebten eine Moderatorin, die erfrischend und souverän durch den Workshop führte. Sie gewann durch ihre sympathische, offene, authentische und wertschätzende Art sehr schnell die Aufmerksamkeit der Zuhörer, nahm sie mit Charme und Herzlichkeit sofort für sich ein und begeisterte mit viel Humor.

Da alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Workshops bereits bei ihrem kurzweiligen Vortrag am Vormittag anwesend waren, konnten die Teilnehmenden in Form einer Übung sofort weiter an dem Thema „MITeinander umGEHEN“ arbeiten. Hauptziel des Workshops am Nachmittag war es, sich der eigenen persönlichen Werte bewusst zu werden, denn Werte bieten - laut Frau El-Qasem - eine Lebensorientierung, eine Art roten Faden.

Um die wichtigsten persönlichen Werte herauszufinden, wurde folgende Übung durchgeführt:

  1. Erstellen Sie eine Liste mit Ihren persönlichen Werten. Es sollten am Ende ca. 10 Werte auf Ihrer Liste stehen (Werteliste).
  2. Dann geben Sie Ihre Werteliste an Ihren Sitznachbarn. Dieser nimmt einen Finger und zeigt damit auf den Wert 1 „z. B. Toleranz“ in der Werteliste. Mit einem Stift in der anderen Hand geht er zu Wert 2 „z. B. Respekt“ und stellt Ihnen die Frage: „Was ist dir wichtiger: „Toleranz“ oder „Respekt“?“ Wenn Wert 1 „Toleranz“ wichtiger ist, bleibt der Finger auf „Toleranz“ und mit dem Stift geht er zu Wert 3 „z. B. Zuverlässigkeit“. Dann wiederholt er den Vorgang mit dem neuen Wertepaar. „Was ist dir wichtiger: „Toleranz“ oder „Zuverlässigkeit“?“ Wenn ein wichtigerer Wert gefunden worden ist, dann setzt er den Finger auf diesen Wert und geht mit dem Stift weiter in der Werteliste. Wenn er am Ende der Liste angekommen ist, dann streicht er den Wert, wo der Finger steht, durch und schreibt ihn in einer anderen Spalte auf, sodass am Ende eine neu geordnete Prioritätenliste mit den persönlichen Werten entsteht.

Mit dieser Übung bekamen die Teilnehmenden ein Werkzeug an die Hand, um ihre persönlichen Werte herauszufinden. Um jedoch abschließend zu den wichtigsten persönlichen Werten zu gelangen, müsste man die Übung für verschiedene Lebensbereiche (z. B. Gesundheit, Job und Karriere, Soziale Kontakte) anwenden, Dubletten streichen und aus den übriggebliebenen Werten aller Lebensbereiche eine endgültige Prioritätenliste erstellen.

Im direkten Gespräch im Anschluss an den Workshop zeigte sich die Mehrheit der Teilnehmenden sehr zufrieden mit dem Vortrag am Vormittag und dem Workshop am Nachmittag.

Das spiegelt auch das positive Feedback wider, dass das Redaktionsteam Zukunftsschulen NRW am Ende des Workshops mithilfe der SMS-Methode bei den Teilnehmerinnen und Teilnehmern einholte:

Christoph Demmer