Das Lesen-Können öffnet die Tür zu vielen Bereichen des Lernens, sei es das Verstehen einer Textaufgabe im Mathematikunterricht oder die Auswertung einer Quelle für Geschichte. Um die Entwicklung und Förderung von Lesekompetenz in der Schule zu verankern, müssen alle Beteiligten, das heißt Lehrerinnen und Lehrer, Eltern und weitere Partner der Schule, wie zum Beispiel die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Öffentlichen Bibliothek, Hand in Hand arbeiten. Um die verschiedenen Schritte und Aufgabenbereiche festzulegen und für alle Akteure transparent und verbindlich zu machen, empfiehlt es sich, diese Zusammenarbeit in einem gemeinsam entwickelten Konzept als schulisches Lesecurriculum zu verankern. Bestandteile eines schulischen Lesecurriculums sind z. B.

  • eine fächerübergreifende Zusammenarbeit in der Leseförderung,
  • ein Konsens über Prinzipien und Ziele der Leseförderung,
  • die Entwicklung einer schulischen Lesekultur, die auch Projekte und Initativen außerhalb des Unterrichtas einschließt,
  • viele Partner in diesen Prozess einbezieht.

Das schulische Lesecurriculum legt einen Grundstein für aktive und selbstgesteuerte Lernmöglichkeiten in formellen und informellen Zusammenhängen.

Schulische Beispiele, die im Rahmen des Projektes „Pro Lesen NRW“ entwickelt  wurden, markieren den Weg zur Leseschule NRW und sind nach acht Handlungsfeldern unterschieden.mehr ....

Neun Projektschulen aller Schulformen sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus Bibliotheken waren daran beteiligt. Viele der dort angerwandten  Methoden und Materialien wurden über einen langen Zeitraum erprobt, evaluiert und überarbeitet. Die Ergebnisse der Zusammenarbeit der Projektschulen mit dem Schreib-Lese-Zentrum der Universität Münster wurden Grundlage eines dort angebotenen Fortbildungskonzepts.

 

Kontakt:  Prof. Dr. Marion Bönnighausen, Germanistisches Institut, Abteilung Literatur- und Mediendidaktik, Stein-Haus, Schlossplatz 34, 48143 Münster