• Schüler und Schülerinnen lassen sich nicht auf den Unterricht ein: Sie gähnen provozierend oder gelangweilt, schauen absichtlich weg, stören durch Zwischenrufe.
  • Sie sitzen teilnahmslos im Unterricht, träumen, sind unausgeschlafen, sind körperlich abgewandt und geistig abwesend. Sie arbeiten nicht mit, machen sich keine Notizen, klinken sich bei Gruppenaktivitäten aus.
  • Sie verlassen zeitweise den Unterricht wegen Unwohlseins, z. B. Übelkeit, Kopf- und/oder Bauchschmerzen, Bedürfnis, zur Toilette oder an die frische Luft gehen zu müssen.
  • Sie beeinträchtigen den Unterrichtsverlauf erheblich durch permanentes Stören, z. B. durch Provokationen, Ignorieren von Ermahnungen, Weigerung zu antworten, freche Antworten, überflüssiges Fragen oder Kommentieren, Gespräche mit anderen. So halten sie den Unterricht auf oder machen ihn gar unmöglich.
  • Sie provozieren ganz bewusst den Ausschluss vom Unterricht.
  • Sie haben ihre Arbeitsmaterialien unvollständig oder gar nicht dabei, oft in bestimmten Fächern oder zu bestimmten Zeiten (nach Ferienabschnitten oder nach dem Wochenende).
  • Sie erledigen die Hausaufgaben unregelmäßig, oft schlampig und unvollständig.
  • Sie fallen durch gehemmtes Verhalten auf: Sie ziehen sich zurück, treten schüchtern auf, reagieren überempfindlich, äußern Minderwertigkeitsgefühle oder Angst, weinen häufig, sind Außenseiter.
  • Sie fallen durch aggressives Verhalten auf: Sie schlagen, bekommen Wutanfälle, trotzen, lärmen, verhalten sich aufdringlich oder unverschämt, versuchen, die Aufmerksamkeit auf sich zu lenken, kommandieren andere Kinder herum, zerstören Gegenstände.

Die  hier genannten „Auffälligkeiten“ zeigen sich bei vielen Schülerinnen und Schülern mehr oder weniger. Aufmerksamkeit ist angesagt, wenn sich mehrere Merkmale summieren.

In der Regel fallen Mädchen eher durch Rückzug auf, Jungen eher durch Unterrichtsstörungen.

Schüchterne und ängstliche Kinder möchten gestärkt und in die Klasse möglichst gut integriert werden. Eher aggressive Kinder brauchen Lösungsmöglichkeiten und Angebote, mit denen sie lernen, ihre Bedürfnisse auf sozialverträglichere Art und Weise zu äußern, z. B. Kommunikationstraining, Berücksichtigung der individuellen Interessen und anderes mehr.