Veranstaltungsberichte

 


 

12.7.2019

Lernen in der digitalen Welt

Ist Estland ein Vorbild für Schulen in NRW?

Estland gilt als die fortschrittlichste digitale Gesellschaft der Welt und das heißt auch, dass der Bildungssektor digitalisiert ist. Einen Einblick aus erster Hand in die digitale Schule konnten heute (5.7.) zahlreiche Lehrer*innen, Schulleitungen, Vertreter*innen der Schulaufsicht und der Lehrer*innenaus- und -fortbildung sowie die Medienberater*innen bei der Bezirksregierung gewinnen.

Kaarel Rundu, Leiter des Tallinna Saksa Gümnaasium, und Mihkel Annus, estnischer Schüler und Mitglied des eKool-Entwicklungsteams, informierten in einem abwechslungsreichen Vortrag über die digitale Gesellschaft Estlands, speziell im Bildungssektor. Schließlich sollen in Estland alle Lehr- und Lernmaterialien bis 2020 digital verfügbar sein und bereits seit 2011 ist die digitale Kompetenz eine Schlüsselkompetenz des dortigen staatlichen Lehrplans. Damit das umgesetzt werden kann – Ziel ist es, Schüler*innen für ein lebenslanges Lernen fit zu machen – bilden sich Lehrer*innen nicht nur gegenseitig im Einsatz digitaler Mittel fort, sondern werden auch gezielt durch die Schüler*innen technologisch fortgebildet. Darüber hinaus findet ein enger Austausch mit Kindergärten, Unternehmen und den Familien statt, indem digitale Bildung zum Thema gemacht wird.

Mihkel Annus hat in diesem Jahr seine estnische Abschlussprüfung sowie das deutsche Abitur an der Tallinna Saksa Gümnasium abgelegt. Er berichtete über seinen digitalen Lernalltag: Hier zeigte er die praktische Anwendung von eKool (Schulverwaltungs- und Lernprogramm) sowohl für sich als Schüler (Hausaufgaben, Noten u.a.m.), als auch den Nutzen für Lehrer*innen (Kontakt mit Lernenden / Eltern, Noten, Lernmaterialien verfügbar machen) und Eltern (Kontakt zur Schule und Berichte über das eigene Kind). Aber auch in eigenen Fächern wie 3D-Design oder bei der Erstellung einer praktischen Facharbeit geht nichts ohne digitale Unterstützung.

Aus den Erfahrungen in Estland lernen? Darüber diskutierten die beiden Referenten abschließend mit dem Publikum und zwei Vertretern der Schulabteilung bei der Bezirksregierung Arnsberg, Dr. Stefan Werth (Generalie Digitale Bildung) und Ulrich Wiegand (Büro Individuelle Förderung, ehem. Schulleiter der deutschsprachigen Abteilung am Tallinna Saksa Gümnaasium). Wichtig war es den estnischen Gästen hierbei zu betonen, dass nicht alles digitalisiert werden muss bzw. kann (z.B. die Schüler*innen-Lehrer*innen-Beziehung) – und dass Kompetenzen wichtiger sind als die technischen Mittel. Letztere verändern sich ständig, die grundlegenden Kompetenzen aber überleben die technologischen Entwicklungszyklen.

   

Bildhinweis:

Foto 1:
Kaarel Rundu (Leiter des Tallinna Saksa Gümnaasiums)

Foto 2:
Mihkel Annus (estnischer Schüler und Mitglied des eKool-Entwicklungsteams)

 

 


 

Digitale Schulentwicklung als Beitrag zur Potenzialförderung

Regionaltagung, 26. Februar 2019

Schon die Anmeldezahlen signalisierten ein überaus großes Interesse, auf das die diesjährige Regionaltagung der Landesinitiative Zukunftsschulen bei Lehrerinnen und Lehrern im Regierungsbezirk Arnsberg stieß.
200 Teilnehmende aus Schulen und anderen Bildungsinstitutionen besuchten die diesjährige Tagung am 26. Februar 2019 in den Räumen der Fachhochschule Südwestfalen in Iserlohn. Aktualität und Dimension des Themas Digitalisierung wurde in der Veranstaltungswoche durch den verabschiedeten Digitalpakt zwischen Bund und Ländern unterstrichen. Die Tagung in Iserlohn fokussierte das Generalthema Digitalisierung durch die pädagogische Frage, welchen Beitrag eine digitale Schulentwicklung zur Potenzialentfaltung der Schülerinnen und Schüler leisten kann. Denn die Landesinitiative Zukunftsschulen NRW fördert eine vernetzte Lernkultur der individuellen Förderung.

Hier finden Sie nähere Informationen zur Veranstaltung.

 

 


 

Miteinander umgehen - Potenzial Vielfalt entdecken und entfalten

Regionaltagung, 7. März 2018

 

war das Thema der diesjährigen Regionaltagung der Zukunftsschulen, die mittlerweile zum dritten Mal in den Räumen der Fachhochschule Südwestfalen in  Iserlohn stattfand. Am 7. März waren mehr als 140 Vertreterinnen und Vertreter der Netzwerkschulen – einschließlich einiger interessierter Schulen – der Einladung gefolgt und hatten Gelegenheit neben dem Hauptvortag an zwei der angebotenen neun  Workshops aktiv teilzunehmen. Das Spektrum der auf der Tagung vertretenen Schulformen reichte von den Grundschulen über weiterführende Schulen (Gymnasien, Gesamtschulen, Realschulen und Sekundarschulen) bis zu Berufskollegs.

Näheres zur Veranstaltung finden Sie hier.

 

 


 

Potenzial Gesundheit: Grundlage für die Entfaltung individueller Leistungsfähigkeit

Regionaltagung, 7. März 2017
 

Die Achtsamkeit stand im Zentrum dieser Tagung rund um Lehrergesundheit, Schülergesundheit und Schule als gesundes System.

Begrüßt wurden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer durch die Dezernentin Silke Hinz, den Vertreter der Märkischen Fachhochschule, Prorektor Prof. Nevoigt, sowie Schülerinnen und Schülern des Freiherr-vom-Stein-Gymnasiums, die mit einer Tanzperformance schwungvoll zum Vortrag "Konfrontative Leitbildarbeit: gesunde Leistungsfähigkeit zwischen Entwicklungsbedarf und Änderungsresistenz" überleiteten.

(Weitere Informationen finden Sie hier.)